Talofa

12 12 2009

 – das bedeutet soviel wie „Hallo“ in der Inselsprache, die hierzulande gesprochen wird. Hierzulande? Damit sind nicht die Fidschi-Inseln gemeint, welche ich heute bereits wieder verlassen habe, nachdem ich den gestrigen Tag auf der wunderschoenen unbewohnten Suedsee-Insel Beachcomber Island verbracht habe. Fotos kann ich leider momentan nicht hochladen, doch Mr. Google is your friend. Jetzt bin ich bereits in … Naja, mal von vorne.

Als ich mit der Planung fuer den ersten Teil meiner Reise begann, wusste ich ziemlich bald, dass ich knapp 3 Wochen alleine zur Verfuegung haben werde. Ich hatte verschiedene Moeglichkeiten, diese Zeit zu nutzen, wobei bald einmal ein Ziel fuer mich ganz prioritaer wurde und fuer mich heisst es nun „finally there“. Ich bin nach insgesamt knapp 27 Stunden Flugzeit und Aufenthalten in der Republik Korea, Australien und auf den Fidschi-Inseln HIER angekommen, am Ort wo ich, seit ich die Atlanten von klein auf unsicher machte, immer hin wollte, der aber so unerreichbar schien. Talofa from Tuvalu!

Tuvalu – ein eigener und unabhaengiger Staat, den wohl aber trotzdem die wenigsten kennen. Kein Wunder, liegt ja nicht eben um die Ecke und mit einer Landflaeche halb so gross (alle 9 Inseln und Atolle, die zu diesem Staat gehoeren zusammengerechnet) wie diejenige meines Wohnortes Alpnach, auch nicht gerade auf den ersten Blick zu finden auf der Weltkarte. Ganz Tuvalu zaehlt ca. 10’000 Einwohner und der Ort Vaiaku, in dem ich mich befinde, hat ca. 500 Einwohner. In diesem Ort ist der „Flughafen“,  der Regierungssitz und auch das einzige Hotel im ganzen Land, in welchem ich eines der 16 Zimmer ergattern konnte und womoeglich der einzige Gast bin. Denn der Tourismus ist hier praktisch inexistent. Die letzte Touristenerhebung wurde 2007 gemacht, aus Europa wurden ca. 90 Touristen gezaehlt – auf’s ganze Jahr verteilt wohlgemerkt. Damit ist Tuvalu der Staat mit den wenigsten Touristen weltweit und genau darum ist hier alles noch so original.

Was soll ich sagen, ich bin in einer absolut anderen Welt gelandet, das merkt man von der Landung am Flughafen, als mindestens hundert Leute auf das ankommende Flugzeug warteten, um eben mal hallo zu sagen, bis hin zu der atemberaubenden Aussicht vom Hotelzimmer. Einfach traumhaft. Und dieser Traum wird nicht mal vom Mobiltelefon gestoert, welches hier mal wieder nicht funktioniert. Einzig ein Internet-Cafe hab ich gefunden, welches mir Schutz vor dem draussen tobenden Tropengewitter bietet. Dass die Dame vis-a-vis von mir nun schon zum ca. 12. Mal dasselbe Lied in vollster Lautstaerke hoert, was solls? Hier ist alles ein bisschen anders, wirklich anders.

Wer sich interessiert, wo ich bin, soll sich mal Google Earth reinziehen, man muss zwar gut hinschauen, aber das Paradies kann ja nicht immer gleich sichtbar sein.

Ich werde nicht lange hier sein, bereits im naechsten Flugzeug geht es wieder zurueck auf die Fidschi-Inseln. Das ist in vier Tagen. Aber vier Tage sollten genug sein, denn Tuvalu ist nicht so gross 🙂

Leider kann ich mit dieser Verbindung hier keine Fotos hochladen, weder die von den Fidschi noch welche von Tuvalu. Aber das wird irgendwann nachgeholt. Inzwischen laeuft das Lied uebrigens zum ca. 20. Mal – langsam gefaellts mir.

Jetzt bin ich draussen wie Tchouga beim FCL – ich muss mal mein ganz persoenliches Paradies erkunden.

Ach ja, das muss noch gesagt sein. Die, welche ab und zu mal im Internet surfen, duerften auch schon des oefteren Mal auf einer tuvaluanischen Website gewesen sein. Die Domain „.tv“ (wie sie zum Beispiel das Schweizer Fernsehen benutzt) steht naemlich nicht etwa fuer „television“, nein, sondern ist eine ganz normale Laenderdomain, die von Tuvalu. Ein bisschen Allgemeinwissen schadet nie.  😉



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1 Antwort zu “Talofa”

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